GeMAInsam Zukunft gestalten
Wir begehen diesmal den 1. Mai zum wiederholten Mal im Krisenmodus. Die Corona-Krise ist noch nicht vorbei. Die Klima- und Umweltkrise verschärft sich. Der Krieg in der Ukraine zeigt die Krise der internationalen Ordnung und unserer Gesellschaften.
Wir sind vor dem Hintergrund dieser Krisen mehr denn je gefordert,
„gemeinsam Zukunft zu gestalten“.
Als Kirchen stellen wir uns dieser Aufgabe in dem Glauben, dass Gottes Wille für diese Welt ein friedliches und gerechtes Miteinander ist, in dem wir achtsam mit Lebensgrund-lagen umgehen, die allen Menschen unverdient und gemeinsam gegeben sind.
Folgendes gibt uns dabei Orientierung:
Gemein- und Friedenssinn: Der Ukrainekrieg zeigt, wie brüchig der Friede ist, auf dem unsere gesellschaftliche und unsere wirtschaftliche Entwicklung beruht. Einsatz für den Frieden ist besonders geboten, in Zeiten in denen die Macht der Stärke allesbestimmt. Die Integration von Geflüchteten in Arbeit und Gesellschaft ist Teil dieses Friedensdienstes.
Gemeinschaft: Die aktuellen Krisen machen die ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft dringlicher denn je Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen dabei Hand in Hand gehen. Teilhabe, gute Arbeit und gutes Auskommen für alle zusichern, ist unsere gemeinsame Aufgabe und stärkt das Miteinander in unserer Gesellschaft.
Gemeinwesen: Die Corona-Krise zeigt den dringenden Investitionsbedarf in wesentliche Infrastrukturen und die Menschen, die dort arbeiten. Eine bessere Ausstattung und Digitalisierung von Ämtern und Behörden sind hier ebenso zu benennen wie eine auskömmliche Finanzierung unserer Gesundheits- und Bildungswesen.
Lasst uns daher geMAInsam mit dem DGB und seinen Einzelgewerkschaften für eine friedliche, gerechte und achtsame Zukunft eintreten.
Die evangelischen Arbeitnehmerorganisationen fordern unter dem Motto
„GeMainsam Zukunft gestalten“:
Der Erhalt und Weiterentwicklung der gesetzlichen, paritätischen und umlagefinanzierten Rente, die zum Leben reicht und lebensstandardsichernd ist.
Die aktuelle Erhöhung des Mindestlohns auf 12 € ist ein erster Schritt, der leider die Prob-lematik der Altersarmut nicht ausreichend löst.
Bezahlbarer Wohnraum und bezahlbare Energie und Lebenshaltungskosten. Spekulation mit Lebensmitteln, Energie, Wohnraum und Boden muss eingeschränkt werden.
Die Stärkung der Demokratie im Betrieb nach den Plänen des DGB, im Kontext der Veränderung unserer Arbeitswelt und der Digitalisierung, erhält unsere uneingeschränkte Unterstützung.
Jürgen Mohrbacher Gabriele Vetter Ulrich Bomke
Vorsitzende der Evangelische Arbeitnehmerschaft Baden