Neue Wege gehen - Pilgerweg Kehl/Strasbourg Oktober 2022
Unter diesem Motto trafen sich 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um sich auf einen Pilgerweg von Kehl nach Strasbourg zu machen. Die Veranstaltung fand gemeinsam mit der KAB, Kath. Arbeitnehmerseelsorge, Pfarrer Günter Ihle („Kirche in neuen Stadtquartieren“ Kehl/Strasbourg/Freiburg) und der ean statt. Wir sind über die Trambrücke nach Strasbourg zur Chapelle de la rencontre gegangen. Leider ist die Kapelle noch nicht vollständig restauriert. Ab nächstes Jahr sollen dann dort zweisprachige Veranstaltungen und Gottesdienste stattfinden. Anschließend wurde wir von der ev. Pastorin und den kath. Pfarrer der Krankenseelsorge in der Klinik Rhéna empfangen. Die Klinik Rhéna de Strasbourg entstand aus der Zusammenlegung dreier privater, gemeinnütziger, konfessioneller Kliniken mit anerkannter Gemeinnützigkeit: Adassa (jüdische Klinik), Diaconat (evangelische Klinik) und Sainte-Odile (katholische Klinik). Die Klink umfasst 368 Betten, einem Operationstrakt mit 17 Säle und einem Geburtszentrum mit 7 Kreißsäle und einem Saal für Notfall-Kaiserschnitte. Wir konnten gemeinsam mit der Krankenhausseelsorge den Raum der Stille besichtigen. Drei Fenster aus Onyx und die goldene Säule, die gefühlsmäßig in den Himmel wächst, prägen den Raum. Ein Fenster davon ist mit einem Bibelspruch aus dem 1.Buch der Könige, Kap. 19, die Verse 9-13 beschrieben.
Aus der Bibel:
Das erste Buch der Könige berichtet, wie der Prophet Elia, als er am Ende seiner Kräfte ist, in einer Höhle Zuflucht sucht.
Da begegnet ihm der Ganz Andere
Unerwartet, umwerfende Begegnung
Gott ist weder im Sturm, noch im Erdbeben, noch im Feuer. Wo ist er?
Er ist es, der dich anspricht: Was suchst du hier, Du?
Er will dich wieder aufrichten. Dass du aufbrechen kannst.
Anders als vorher & heraus aus der Höhle.
Danach ging es in das neue Stadtviertel von Strasbourg, dem ehemaligen Coop-Gelände. In den ehemaligen Gebäuden von Coop ist das Lager der Strasbourger Museen mit einer Ausstellung über die Geschichte der Konsumgenossenschaft in einer Schaufenstergalerie untergebracht, die öffentlich zugänglich ist. Im ehemaligen Weinkeller sollen Werkstätten und Ateliers, unterschiedliche Büros für Start Ups und einem Café eingerichtet werden. Insgesamt werden in dem neuen Stadtteil zwischen dem Rhein und dem Hafen 15.000 Menschen leben. 30% der Wohnungen sind als Sozialwohnungen ausgewiesen. Die Führung übernahm Günter Ihle, der uns viel zur Geschichte und Struktur des Stadtteils vermitteln konnte. Kirche muss zu den Menschen kommen, das war eine prägnante Aussage von Pfarrer Ihle. Gemeinsam mit einer französischen Kollegin betreut er diesen Stadtteil. Der Abschluss fand mit Andacht (gehalten von KAB und kath. Arbeitnehmerseelsorge) und Essen im Gemeindesaal von St. Nepomuk in Kehl statt. Herzlichen Dank an Friedhelm Tscherter von der ean für das Besorgen von Speis und Trank.
(Jürgen Mohrbacher)