Radtouren

 
Bericht Radtour Mainz 
Mainz (lateinisch Mogontiacum abgeleitet von der keltischen Gottheit Mogon) ist die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz. Zusammen mit Wiesbaden der hessischen Landeshauptstadt, bildet sie ein länderübergreifendes Doppelzentrum.  
Gegründet wurde Mainz von den Römern. Am Rhein liegend ein optimaler Platz für die Gründung eines Castells und Wehranlange.  
Mainz ist Sitz der Johannes- Gutenberg-Universität und des römisch-katholischen Bistums Mainz sowie des Landtags. 
Und wer in Mainz einen Blick auf die Fußgängerampeln wirft wird erkennen, dass Mainz auch die Heimat der Mainzelmännchen ist. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat neben anderen Fernsehanstalten hier seinen Sitz. 
Soweit eine kurze Beschreibung unseres Ziels der 30. Radtour der evangelischen Arbeitnehmerschaft in Baden.  
Los ging es am Sonntag, den 12. Juni 2022. 13 bewegungsfreudige Menschen trafen sich in der Jugendherberge in Mainz. Von Freiburg über die Ortenau, Baden-Baden, Karlsruher Umland und vom Bodensee trafen sich die Radler in der Jugendherberge, die für 1 Woche unser Quartier war. Gelegen ob auf dem Berg oberhalb von Mainz und umgeben von einem großen Volkspark fanden wir unsere Unterkunft die mich persönlich an Landschulaufenthalte in meiner Jugend erinnerte. (nach 50 Jahren mal wieder in einem Stockbett übernachten...) Freundlich empfangen von den Rezeptionsmitarbeitern stellten wir fest, dass der Jugendherbergstouch nicht mehr vorhanden ist. Eine Bar mit Getränkeausgabe, große Terrasse und ein reichhaltiges Frühstücks- und Abend Buffett gleicht dem einem Hotel. Die Coronaeinschränkungen waren aufgehoben und wir konnten uns frei und ungezwungen bewegen. Nach der Ankunft wurden wir von Friedhelm und Annerose begrüßt. 
Das Wochenprogramm wurde vorgestellt und eine kleine Kennenlernrunde angeschlossen. Nach dem Alle ihre Drahtesel hatten erkundeten wir beim ein radeln die nähere Umgebung von Mainz. 
Vom Berg hinab nach Mainz und dann losgeradelt und gleich bei einer leckeren Eisdiele Halt gemacht. Passend zum heißen Wetter eine prima Erfrischung. Das Mainzer Radwegenetz ist prima ausgebaut und wird, wie wir feststellten, auch sehr gut genutzt. Da hieß es in der Gruppe Disziplin halten und umsichtig und rücksichtsvoll fahren. Das hatten wir Alle gut drauf und wenn es ausnahmsweise nicht klappte sorgte Annerose dafür. Die Beiden haben uns in dieser Woche so viele schöne Eindrücke und Erlebnisse vermittelt und ganz nebenbei sind wir auch noch fleißig geradelt.  
Nach dem Abendessen trafen wir uns immer noch und Friedhelm stellte uns das nächste Tagesziel vor. Dann begann der gemütliche Teil des Abends mit einem Gläschen Wein und von Annerose spendiertem Kuchen.  
 Montag, 13. Juni 2022 aufgrund der noch erträglichen Temperatur hatte Friedhelm beschlossen, dass wir an diesem Tag unsere längste Tour mit 81 Kilometer radelten. Nach der täglichen Andacht und dem Frühstück ging es los. Von Mainz nach Bingen-Rüdesheim-Eltville und zurück nach Mainz. Am Rhein entlang immer mit einer schönen Sommerbrise im Gesicht ging es auf Radwegen am Fluss entlang, durch Felder und schöne Städtchen. Ein Übersetzen mit der Fähre an das Rheinufer nach Rüdesheim eingeschlossen. In Rüdesheim hatten wir unsere Mittagspause. Wer wollte konnte sich in das Touristengetümmel einschließlich der Drosselgasse stürzen oder mit der Seilbahn hochfahren und die Germania besuchen.  Die Meisten von uns entschieden sich für den Ausflug zum Niederwalddenkmal. Der Sieg des Deutschen Reichs im Krieg gegen Frankreich 1870/71 wurde durch den Bau dieses überdimensionalen Denkmals gefeiert. Die Germania steht wie die Wacht am Rhein. So heißt es in einem Lied. Für mich eine in Stein gemeißelte Erinnerung nie wieder Kriege anzuzetteln. Und wer schon einmal in Rüdesheim ist konnte   einen Rüdesheimer Kaffee mit hochprozentigem Inhalt probieren. Nach der Mittagspause radelten wir wieder auf schönen Radwegen über Eltville zurück nach Mainz. 81 Kilometer waren es insgesamt. Die e bike Fahrer und besonders unseren Beiden “ehrlichen” Radlerinnen konnten stolz sein. Duschen, Abendessen und Beisammensitzen. Schön war der Tag. 
Dienstag, 14. Juni 2022 heute war Kultur und Sightseeing angesagt. Mit den Rädern nach Mainz am Gutenbergmuseum geparkt ging es erst mit einem sehr bewanderten Stadtführer durch Mainz. Der imposante Dom wurde bereits für die Fronleichnamsfeier geschmückt. Markttag in Mainz ein besonderes Erlebnis war der der echte, lebende Gockel der seinem Herrn, einem Marktoriginal, half Eier zu verkaufen. Vorbei am Narrenbrunnen, durch die nach dem Krieg wieder aufgebaute Altstadt in die Pfarrkirche St. Stephan. 1973 wurde die im Krieg schwer zerstörte Kirche wieder aufgebaut. Der damalige Pfarrer Klaus Mayer wandte sich an den jüdisch-russischen Künstler Marc Chagall mit der Bitte im Ostchor der Kirche von ihm gestaltete Kirchenfenster zu entwerfen. Chagall der ein Meister der Farben und der biblischen Botschaft war sagte zu und so entstanden in der Zeit zwischen 1978 und 1985 Kirchenfenster von einzigartiger Gestalt und Intensität. Insgesamt hat Marc Chagall 9 Kirchenfenster mit biblischen Botschaften erschaffen die für mich zeitlos und modern anrührend die biblische Botschaft darstellen. Für mich ein absoluter Höhepunkt der Stadtführung ja der ganzen Woche diese Bilder betrachten zu dürfen.  
Zurück in das Getümmel nach Mainz und zum nächsten Höhepunkt der Führung. Das Gutenbergmuseum. Ohne die Erfindung von Johannes Gutenberg wäre die Verbreitung der biblischen Botschaft nicht so schnell und intensiv und auch für viele Menschen nicht möglich gewesen. Gekonnt zeigte uns der Führer die Anfänge der Buchdruckkunst bis zu ihrem aktuellen Standard. Handgeschriebene Bibeln und Bücher als Zeitzeugen dick unter Panzerglas geschützt zeigten den Fortschritt der Buchherstellung. In einem einbruch- und brandsicheren Raum mit dicken Stahltüren lagert eine von zwei Original Gutenberg Bibeln als Erstdruck sicher verwahrt. Ein Imposanter Anblick. Mit einer kleinen Vorführung wie Buchdruck Mitte des 15. Jahrhunderts funktionierte schloss die Führung durch das Museum.  
Anschließend schwärmte die Gruppe aus und genoss den Tag noch in Mainz mit Bummeln und chillen, shoppen oder wer wollte fuhr mit Friedhelm und Annerose noch eine Runde. Friedhelm wollte unbedingt die Goldgrube 1 in Mainz besuchen.... (Biontec hat hier seinen Sitz). Mit einem Einkehrschwung in einem schönen Biergarten an einem Hotel unterhalb des Volksparks endete das Dienstagsprogramm.   
Mittwoch, 15. Juni 2022 heute ging es von Mainz über Wiesbaden in das schöne Winzerstädtchen Eltville. Nach einer Stadtfahrt durch Mainz und Wiesbaden (die Städte sind so dicht aneinander, dass der Übergang unmerklich war) fuhren wir wieder am Rhein entlang nach Eltville. Ein altes Städtchen mit viel Charme, alten Bauwerken einer Burg und noch mehr Winzer- und Sektkellereien. Matheus Müller ist wohl die bekannteste Sektkellerei (Mumm Sekt) Leider war eine Führung und Verkostung nicht möglich. Das verwinkelte Städtchen bot mit seinen vielen Schattenplätzchen, Cafes und Restaurants eine gute Gelegenheit eine Pause einzulegen. Wieder zurück nach Mainz entlang am Rhein hatte Friedhelm immer ein schönes Plätzchen zum Verweilen und pausieren parat. Die Temperaturen waren mittlerweile hochsommerlich und der Bräunungsgrad unserer Haut nahm zu.  
Die Strapazen waren nach einer Dusche dem Abendessen und dem Schlummertrunk wieder vergessen.  Auch heute war es wieder schön.  
Donnerstag, 16. Juni 2022 Fronleichnam ist ein katholischer Feiertag. Dennoch haben Teile der Gruppe am Gottesdienst im Dom und an der anschließenden Prozession teilgenommen bzw. sich diese angesehen. Danach radelte ein Teil weiter nach Rüsselsheim, ein Grüppchen ist in Mainz geblieben an der Rheinpromenade entlang zum Landtag geschlendert, das neue Stadtviertel alter Zollhafen besichtigt. (Eindruck teuer und protzig wie die neue Hafen-City in Hamburg) wieder zurück in die Innenstadt mit Schlenker zu der im Krieg zerstörten Kirche St. Christoph die heute ein Mahnmal des Kriegsendes im Mai 1945 ist.  Die leiblichen Genüsse in Form von leckerem Eis kamen auch nicht zu kurz. Als Fußgänger haben wir so auch unsere Kilometer zusammengebracht.  
Freitag, 17.Juni 2022 unsere letzte Tour sollte auch ein richtiger Höhepunkt werden. Friedhelm hat bei den Vorerkundungen das Städtchen Oppenheim entdeckt. Oppenheim wurde wie Mainz von den Römern gegründet. Strategisch günstig am Rhein gelegen konnte von hier aus der Warenverkehr und die Grenze gesichert werden. Ein Städtchen wie viele am Rhein wenn nicht das einzigartige Kellerlabyrinth der Oppenheimer wäre. In den letzten Jahrhunderten bauten die Oppenheimer unter ihre Häuser riesige Vorratsräume und Kellergänge um ihre Waren und später auch ihren Müll zu lagern. Das weiche und doch standhafte Material aus Löss und Mergel machte den Bau der Keller und Gänge möglich. So entstand im Verlauf der Jahrhunderte ein über 40 Kilometer langes Labyrinth das in Vergessenheit geriet bzw. von den Hausbewohnern als Keller genutzt wurde.  Ein spektakulärer Einsatz eines Polizeifahrzeuges 1986 brachte das Labyrinth wieder zum Vorschein. Bei einer Einsatzfahrt in Oppenheim brach das Fahrzeug durch die Straße in einen großen Hohlraum ein und versank fast darin. Beim Recherchieren wurden die Kellergewölbe und Gänge wieder entdeckt. In mühevoller Arbeit wurden dann ca. 40 Km wieder freigelegt und einige Kilometer für Führungen und zur Nutzung von Veranstaltungen hergerichtet. Heute können Führungen durch das Kellerlabyrinth gebucht werden. Bei Außentemperaturen von mindestens 30 Grad war die Führung in den angenehmen 16 Grad kühlen Gewölben eine tolle Sache. Oberirdisch ging es dann weiter durch das Städtchen zum großen evangelischen Dom mit einer spontanen Führung eines anwesenden Kirchenältesten und mal wieder lecker Essen und Trinken. Das Städtchen hat was ... nicht nur Labyrinthe. Und wer an der Domfassade nach oben blickt erkennt das Porträt unseres ersten Bundespräsidenten..... Auf dem Weg zurück nach Mainz konnten wir nochmal ausgiebig am Rhein entlangfahren und uns von dem großen Fluss verabschieden denn am Samstag ging es wieder zurück in die Heimat.  
Samstag, 18. Juni 2022 Andacht, Zimmer räumen, Räder und Gepäck verladen und los ging es Richtung Heimat. Bei heißen Temperaturen waren wir alle froh wieder sicher und gesund nach Hause gelangt zu sein.  
Nochmals Danke an Friedhelm und Annerose. Ihr seid Klasse.

Bericht: Gabi Vetter
 
Bericht Besuch der Schwarzenbachtalsperre am 12.05.2024
Ca. 20 Teilnehmende trafen sich bei bestem Wetter am Samstag den 18.05.2024 um 9.30 Uhr
vor dem Werksgelände der Schwarzenbachtalsperre. Schon die Anfahrt ganz „hinten“ in das Tal
war für Menschen die noch nie in dieser Ecke waren sehr schön. Ausgestattet mit gelben Westen wurden wir von unserem fachkundigen Führer, der zugleich auch Techniker in der Talsperre ist, begrüßt. Zum Einstieg wurde uns ein Film über die Entstehung der Talsperre vor über 100 Jahren gezeigt. Eine Pionierleistung auf dem Gebiet der regenerativen Energieerzeugung auf jeden Fall. Ein kurzweiliger Videofilm über die Entstehung der Talsperre und die Funktion der Sperre und welche Veränderungen und Verbesserungen im Alltagsleben die Elektrifizierung für die Bevölkerung mit sich brachte, rundete den theoretischen Teil der Führung ab. Mit vielen Fakten und technischen Informationen versehen wurden, wir dann in das „Herz der Anlage“ dem Turbinenraum geführt. Mächtige von Brown, Boveri und Ci in Mannheim gebaute Turbinen leisten bis heute noch Ihre Arbeit. Alleine die Größe hat die Schreiberin des Berichts mächtig beeindruckt.
 
Und ein Tröpfchen Öl hilft immer auch bei der Wartung.
Im Steuerungsraum der Talsperre hat die Digitalisierung in Ansätzen stattgefunden und wird weiter ausgebaut. Ausgebildete Fachkräfte warten und überwachen die Anlage rund um die Uhr.
Mit den PKW‘s ging es dann weiter an die Talsperre selbst. Imposant war es auf jeden Fall vor der riesigen Staumauer zu stehen und einen Spaziergang in einen Versorgungstunnel konnten wir auch absolvieren. Wiederum mit sehr vielen Informationen versehen endete die Führung an der Staumauer.
 

Oben auf der Staumauer begann dann für eine kleine Gruppe noch eine schöne Wanderung rund um den Stausee die von Jürgen Mohrbacher organisiert und geführt wurde.
 

Danke an Jürgen Mohrbacher für die Organisation und Durchführung des Tages. Es war Klasse.
Bericht: Gabi Vetter
 
Bericht Radtour Mainz 
Mainz (lateinisch Mogontiacum abgeleitet von der keltischen Gottheit Mogon) ist die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz. Zusammen mit Wiesbaden der hessischen Landeshauptstadt, bildet sie ein länderübergreifendes Doppelzentrum.  
Gegründet wurde Mainz von den Römern. Am Rhein liegend ein optimaler Platz für die Gründung eines Castells und Wehranlange.  
Mainz ist Sitz der Johannes- Gutenberg-Universität und des römisch-katholischen Bistums Mainz sowie des Landtags. 
Und wer in Mainz einen Blick auf die Fußgängerampeln wirft wird erkennen, dass Mainz auch die Heimat der Mainzelmännchen ist. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat neben anderen Fernsehanstalten hier seinen Sitz. 
Soweit eine kurze Beschreibung unseres Ziels der 30. Radtour der evangelischen Arbeitnehmerschaft in Baden.  
Los ging es am Sonntag, den 12. Juni 2022. 13 bewegungsfreudige Menschen trafen sich in der Jugendherberge in Mainz. Von Freiburg über die Ortenau, Baden-Baden, Karlsruher Umland und vom Bodensee trafen sich die Radler in der Jugendherberge, die für 1 Woche unser Quartier war. Gelegen ob auf dem Berg oberhalb von Mainz und umgeben von einem großen Volkspark fanden wir unsere Unterkunft die mich persönlich an Landschulaufenthalte in meiner Jugend erinnerte. (nach 50 Jahren mal wieder in einem Stockbett übernachten...) Freundlich empfangen von den Rezeptionsmitarbeitern stellten wir fest, dass der Jugendherbergstouch nicht mehr vorhanden ist. Eine Bar mit Getränkeausgabe, große Terrasse und ein reichhaltiges Frühstücks- und Abend Buffett gleicht dem einem Hotel. Die Coronaeinschränkungen waren aufgehoben und wir konnten uns frei und ungezwungen bewegen. Nach der Ankunft wurden wir von Friedhelm und Annerose begrüßt. 
Das Wochenprogramm wurde vorgestellt und eine kleine Kennenlernrunde angeschlossen. Nach dem Alle ihre Drahtesel hatten erkundeten wir beim ein radeln die nähere Umgebung von Mainz. 
Vom Berg hinab nach Mainz und dann losgeradelt und gleich bei einer leckeren Eisdiele Halt gemacht. Passend zum heißen Wetter eine prima Erfrischung. Das Mainzer Radwegenetz ist prima ausgebaut und wird, wie wir feststellten, auch sehr gut genutzt. Da hieß es in der Gruppe Disziplin halten und umsichtig und rücksichtsvoll fahren. Das hatten wir Alle gut drauf und wenn es ausnahmsweise nicht klappte sorgte Annerose dafür. Die Beiden haben uns in dieser Woche so viele schöne Eindrücke und Erlebnisse vermittelt und ganz nebenbei sind wir auch noch fleißig geradelt.  
Nach dem Abendessen trafen wir uns immer noch und Friedhelm stellte uns das nächste Tagesziel vor. Dann begann der gemütliche Teil des Abends mit einem Gläschen Wein und von Annerose spendiertem Kuchen.  
 Montag, 13. Juni 2022 aufgrund der noch erträglichen Temperatur hatte Friedhelm beschlossen, dass wir an diesem Tag unsere längste Tour mit 81 Kilometer radelten. Nach der täglichen Andacht und dem Frühstück ging es los. Von Mainz nach Bingen-Rüdesheim-Eltville und zurück nach Mainz. Am Rhein entlang immer mit einer schönen Sommerbrise im Gesicht ging es auf Radwegen am Fluss entlang, durch Felder und schöne Städtchen. Ein Übersetzen mit der Fähre an das Rheinufer nach Rüdesheim eingeschlossen. In Rüdesheim hatten wir unsere Mittagspause. Wer wollte konnte sich in das Touristengetümmel einschließlich der Drosselgasse stürzen oder mit der Seilbahn hochfahren und die Germania besuchen.  Die Meisten von uns entschieden sich für den Ausflug zum Niederwalddenkmal. Der Sieg des Deutschen Reichs im Krieg gegen Frankreich 1870/71 wurde durch den Bau dieses überdimensionalen Denkmals gefeiert. Die Germania steht wie die Wacht am Rhein. So heißt es in einem Lied. Für mich eine in Stein gemeißelte Erinnerung nie wieder Kriege anzuzetteln. Und wer schon einmal in Rüdesheim ist konnte   einen Rüdesheimer Kaffee mit hochprozentigem Inhalt probieren. Nach der Mittagspause radelten wir wieder auf schönen Radwegen über Eltville zurück nach Mainz. 81 Kilometer waren es insgesamt. Die e bike Fahrer und besonders unseren Beiden “ehrlichen” Radlerinnen konnten stolz sein. Duschen, Abendessen und Beisammensitzen. Schön war der Tag. 
Dienstag, 14. Juni 2022 heute war Kultur und Sightseeing angesagt. Mit den Rädern nach Mainz am Gutenbergmuseum geparkt ging es erst mit einem sehr bewanderten Stadtführer durch Mainz. Der imposante Dom wurde bereits für die Fronleichnamsfeier geschmückt. Markttag in Mainz ein besonderes Erlebnis war der der echte, lebende Gockel der seinem Herrn, einem Marktoriginal, half Eier zu verkaufen. Vorbei am Narrenbrunnen, durch die nach dem Krieg wieder aufgebaute Altstadt in die Pfarrkirche St. Stephan. 1973 wurde die im Krieg schwer zerstörte Kirche wieder aufgebaut. Der damalige Pfarrer Klaus Mayer wandte sich an den jüdisch-russischen Künstler Marc Chagall mit der Bitte im Ostchor der Kirche von ihm gestaltete Kirchenfenster zu entwerfen. Chagall der ein Meister der Farben und der biblischen Botschaft war sagte zu und so entstanden in der Zeit zwischen 1978 und 1985 Kirchenfenster von einzigartiger Gestalt und Intensität. Insgesamt hat Marc Chagall 9 Kirchenfenster mit biblischen Botschaften erschaffen die für mich zeitlos und modern anrührend die biblische Botschaft darstellen. Für mich ein absoluter Höhepunkt der Stadtführung ja der ganzen Woche diese Bilder betrachten zu dürfen.  
Zurück in das Getümmel nach Mainz und zum nächsten Höhepunkt der Führung. Das Gutenbergmuseum. Ohne die Erfindung von Johannes Gutenberg wäre die Verbreitung der biblischen Botschaft nicht so schnell und intensiv und auch für viele Menschen nicht möglich gewesen. Gekonnt zeigte uns der Führer die Anfänge der Buchdruckkunst bis zu ihrem aktuellen Standard. Handgeschriebene Bibeln und Bücher als Zeitzeugen dick unter Panzerglas geschützt zeigten den Fortschritt der Buchherstellung. In einem einbruch- und brandsicheren Raum mit dicken Stahltüren lagert eine von zwei Original Gutenberg Bibeln als Erstdruck sicher verwahrt. Ein Imposanter Anblick. Mit einer kleinen Vorführung wie Buchdruck Mitte des 15. Jahrhunderts funktionierte schloss die Führung durch das Museum.  
Anschließend schwärmte die Gruppe aus und genoss den Tag noch in Mainz mit Bummeln und chillen, shoppen oder wer wollte fuhr mit Friedhelm und Annerose noch eine Runde. Friedhelm wollte unbedingt die Goldgrube 1 in Mainz besuchen.... (Biontec hat hier seinen Sitz). Mit einem Einkehrschwung in einem schönen Biergarten an einem Hotel unterhalb des Volksparks endete das Dienstagsprogramm.   
Mittwoch, 15. Juni 2022 heute ging es von Mainz über Wiesbaden in das schöne Winzerstädtchen Eltville. Nach einer Stadtfahrt durch Mainz und Wiesbaden (die Städte sind so dicht aneinander, dass der Übergang unmerklich war) fuhren wir wieder am Rhein entlang nach Eltville. Ein altes Städtchen mit viel Charme, alten Bauwerken einer Burg und noch mehr Winzer- und Sektkellereien. Matheus Müller ist wohl die bekannteste Sektkellerei (Mumm Sekt) Leider war eine Führung und Verkostung nicht möglich. Das verwinkelte Städtchen bot mit seinen vielen Schattenplätzchen, Cafes und Restaurants eine gute Gelegenheit eine Pause einzulegen. Wieder zurück nach Mainz entlang am Rhein hatte Friedhelm immer ein schönes Plätzchen zum Verweilen und pausieren parat. Die Temperaturen waren mittlerweile hochsommerlich und der Bräunungsgrad unserer Haut nahm zu.  
Die Strapazen waren nach einer Dusche dem Abendessen und dem Schlummertrunk wieder vergessen.  Auch heute war es wieder schön.  
Donnerstag, 16. Juni 2022 Fronleichnam ist ein katholischer Feiertag. Dennoch haben Teile der Gruppe am Gottesdienst im Dom und an der anschließenden Prozession teilgenommen bzw. sich diese angesehen. Danach radelte ein Teil weiter nach Rüsselsheim, ein Grüppchen ist in Mainz geblieben an der Rheinpromenade entlang zum Landtag geschlendert, das neue Stadtviertel alter Zollhafen besichtigt. (Eindruck teuer und protzig wie die neue Hafen-City in Hamburg) wieder zurück in die Innenstadt mit Schlenker zu der im Krieg zerstörten Kirche St. Christoph die heute ein Mahnmal des Kriegsendes im Mai 1945 ist.  Die leiblichen Genüsse in Form von leckerem Eis kamen auch nicht zu kurz. Als Fußgänger haben wir so auch unsere Kilometer zusammengebracht.  
Freitag, 17.Juni 2022 unsere letzte Tour sollte auch ein richtiger Höhepunkt werden. Friedhelm hat bei den Vorerkundungen das Städtchen Oppenheim entdeckt. Oppenheim wurde wie Mainz von den Römern gegründet. Strategisch günstig am Rhein gelegen konnte von hier aus der Warenverkehr und die Grenze gesichert werden. Ein Städtchen wie viele am Rhein wenn nicht das einzigartige Kellerlabyrinth der Oppenheimer wäre. In den letzten Jahrhunderten bauten die Oppenheimer unter ihre Häuser riesige Vorratsräume und Kellergänge um ihre Waren und später auch ihren Müll zu lagern. Das weiche und doch standhafte Material aus Löss und Mergel machte den Bau der Keller und Gänge möglich. So entstand im Verlauf der Jahrhunderte ein über 40 Kilometer langes Labyrinth das in Vergessenheit geriet bzw. von den Hausbewohnern als Keller genutzt wurde.  Ein spektakulärer Einsatz eines Polizeifahrzeuges 1986 brachte das Labyrinth wieder zum Vorschein. Bei einer Einsatzfahrt in Oppenheim brach das Fahrzeug durch die Straße in einen großen Hohlraum ein und versank fast darin. Beim Recherchieren wurden die Kellergewölbe und Gänge wieder entdeckt. In mühevoller Arbeit wurden dann ca. 40 Km wieder freigelegt und einige Kilometer für Führungen und zur Nutzung von Veranstaltungen hergerichtet. Heute können Führungen durch das Kellerlabyrinth gebucht werden. Bei Außentemperaturen von mindestens 30 Grad war die Führung in den angenehmen 16 Grad kühlen Gewölben eine tolle Sache. Oberirdisch ging es dann weiter durch das Städtchen zum großen evangelischen Dom mit einer spontanen Führung eines anwesenden Kirchenältesten und mal wieder lecker Essen und Trinken. Das Städtchen hat was ... nicht nur Labyrinthe. Und wer an der Domfassade nach oben blickt erkennt das Porträt unseres ersten Bundespräsidenten..... Auf dem Weg zurück nach Mainz konnten wir nochmal ausgiebig am Rhein entlangfahren und uns von dem großen Fluss verabschieden denn am Samstag ging es wieder zurück in die Heimat.  
Samstag, 18. Juni 2022 Andacht, Zimmer räumen, Räder und Gepäck verladen und los ging es Richtung Heimat. Bei heißen Temperaturen waren wir alle froh wieder sicher und gesund nach Hause gelangt zu sein.  
Nochmals Danke an Friedhelm und Annerose. Ihr seid Klasse.

Bericht: Gabi Vetter