Lieferkettengesetz retten
Keine Gewinne ohne Gewissen - jetzt Petition unterzeichnen

Quelle: Sofie Kreusch, Initiative Lieferkettengesetz - eingebettet von www.ekiba.de
Das Lieferkettengesetz ist einer der wichtigsten Erfolge für Menschenrechte, Klima- und Umweltschutz im letzten Jahrzehnt. In Deutschland steht es zur Debatte.
Das deutsche Lieferkettengesetz soll ausgesetzt und die EU-Lieferkettenrichtlinie abgeschwächt werden. Dagegen wehrt sich ein großes zivilgesellschaftliches Bündnis mit der Petition „Keine Gewinne ohne Gewissen – Menschenrechte und Umwelt schützen!“.
Das deutsche Lieferkettengesetz soll ausgesetzt und die EU-Lieferkettenrichtlinie abgeschwächt werden. Dagegen wehrt sich ein großes zivilgesellschaftliches Bündnis mit der Petition „Keine Gewinne ohne Gewissen – Menschenrechte und Umwelt schützen!“.
Teil der Initiative sind die großen kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor sowie über 60 weitere Organisationen und Umweltverbände. Die komplette Liste der Trägerorganisationen finden Sie hier: Trägerorganisationen - CorA - Corporate Accountability
Was regelt das Lieferkettengesetz?
Es ist ein Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten. Es verpflichtet große Unternehmen dazu, Menschenrechte und Umweltstandards entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Es verpflichtet dazu, 1. Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, 2. Umweltbezogene Pflichten einzuhalten, 3. Sorgfaltspflichten umzusetzen.
Es soll Ausbeutung verhindern, Unternehmen in die Verantwortung ziehen und faire & nachhaltige Produkte fördern.
Was gilt für Deutschland und was wird EU weit geregelt?
Seit 2023 gilt das Gesetz in Deutschland, im April 2024 folgte die EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD).
Das Lieferketten-Sorgfalts-Pflichten-Gesetz verpflichtet Unternehmen mit Hauptverwaltung, Sitz oder Niederlassung in Deutschland zur Achtung von Menschenrechten.
Die EU-Richtlinie verpflichtet Unternehmen in der EU für mehr soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette von Unternehmen Sorge zu tragen. Es sollen negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeiten auf die Menschenrechte und Umwelt innerhalb und außerhalb Europas vermieden werden.
Ein aktueller Stand des Lieferkettengesetzes
Die Kommissionspräsidentin von der Leyen wird aufgefordert, den Green Deal und die Lieferkettenrichtlinie zu verteidigen und umzusetzen (Pressemitteilung).
Warum ist eine Petition nötig?
Das Lieferkettengesetz schützt Menschen weltweit vor Ausbeutung und die Umwelt vor Zerstörung.
Doch nun drohen Rückschritte: Die neue Bundesregierung will das Gesetz abschwächen. Auf EU-Ebene versucht sie mit weiteren Regierungen, die Richtlinie in entscheidenden Punkten zu entkernen. Jetzt braucht das Gesetz Unterstützung: zeichnen Sie daher die Petition mit.
Warum soll ich die Petition unterschreiben?
Als Christinnen und Christen tragen wir Verantwortung für Gottes Schöpfung und das Wohlergehen unserer Mitmenschen. Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung in globalen Lieferketten und stärken den Einsatz für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Menschenwürde. Unsere Stimme ist ein hohes Gut zur Mitbestimmung, nutzen Sie das Recht, das Ihnen zusteht.
Unter anderem können Sie die Petition online zeichnen bei folgenden Organisationen:
Viele weitere Verbände rufen dazu auf, die Petition zu unterzeichnen. Sie finden diese unter Trägerorganisationen - CorA - Corporate Accountability.
Veranstaltungen
Am 7. September 2025 von 15 bis 17 Uhr veranstaltet die Werkstatt Ökonomie die Fahrradtour "Der Hafen als politischer Ort". Sie möchte am Mannheimer Hafen aufzeigen, wie eng die lokalen Wirtschaftsentscheidungen mit globalen Menschenrechtsfragen in Verbindung stehen. Treffpunkt ist in der Hafenstraße/Ecke Jungbuschbrücke, 68159 Mannheim. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
