DA-ZWISCHEN - die digitale christliche Community

Glaube & Spiritualität
Wie kann ich als Christin oder Christ meinen Glauben in den Alltag mitnehmen? Eine Möglichkeit ist die digitale christliche Community DA-ZWISCHEN. Ein motiviertes Team schickt ihre Gemeindeglieder Woche für Woche auf analoge Gottsuche – per Nachricht auf das Smartphone. Denn Gott ist zwischen den vielen kleinen und großen Dingen, die im Leben passieren, und die gilt es Tag für Tag neu zu entdecken.
G:tt danken
Es ist Montagfrüh. Ich habe mein Smartphone gerade aus dem Flugmodus befreit. Da erscheint auf meinem Smartphone eine neue Nachricht von DA-ZWISCHEN. Es geht um G:tt-Danker. Ich bin plötzlich hellwach: Was bitte schön ist damit gemeint? Ich lese weiter: „Ich danke meinem G:tt jedes Mal, wenn ich an euch denke.” - Der Apostel Paulus hat das damals in einem Brief an die Gemeinde in Philippi geschrieben. „Bei wem geht es dir so, dass du G:tt dankst, wenn du an ihn/sie denkst?“ Dann werde ich aufgefordert, die nächsten Tage einmal darüber nachzudenken und mich schließlich zu melden: „Schreib uns, wer dein G:tt-Danker ist, wir gestalten daraus ein Gebet am Ende der Woche.“
Zu Beginn des Jahres 2024 hatte DA-ZWISCHEN als christliche Community monatlich rund 4.300 Nutzerinnen und Nutzer, die montags und freitags via Messenger oder E-Mail erreicht werden. Die Gemeinde existiert rein digital. Glaubenskommunikation findet sowohl asynchron und anonym als auch verbindlich und persönlich statt. Das Team hinter DA-ZWISCHEN ist über die Jahre gewachsen. Zurzeit setzt es sich mit beruflich und freiwillig engagierten Personen aus sieben katholischen Diözesen und einer evangelischen Landeskirche zusammen: Die (Erz-)Bistümer Freiburg, Köln, Speyer, Trier, Osnabrück, Magdeburg und Würzburg sowie die Evangelische Landeskirche in Baden.
Dankbar sein für so viele
Im Laufe der Woche ertappe ich mich, wie ich an sehr viele Menschen denken muss, für die ich Gott dankbar bin: Da sind Mitkirchenälteste aus meiner Kirchengemeinde, die mit ihrer Lebenserfahrung auch in den aktuell stürmischen Zeiten immer eine gewisse Leichtigkeit und Ruhe ausstrahlen. Dankbar bin ich auch für alle Mitbewohner und Mitbewohnerinnen in unserem Haus, die sich die anfallenden Aufgaben teilen und sich so achtsam um die Hausgemeinschaft kümmern. Bei der täglichen Arbeit merke ich wie schön es doch ist, im Team arbeiten zu dürfen, mit jeder meiner Kolleginnen und jedem meiner Kollegen. Und auch in meinem familiären Umfeld gibt es Menschen, für die ich Gott dankbar bin, dass sie mir begegnet sind. Während ich eine eigene Liste mit G:tt-Danker erstelle, kommt mir plötzlich der Gedanke: Habe ich zu diesen Menschen, für die ich dankbar bin, eigentlich selbst einmal Danke gesagt?
Die automatisierte Kommunikation via Chatbot hat sich in den vergangenen Monaten zu einem Markenzeichen der Netzgemeinde DA-ZWISCHEN entwickelt: unsere Gemeindemitglieder können so jederzeit und an jedem Ort Gottesdienst feiern oder mit dem Chatbot ZWISCHY interagieren. Manchmal braucht man allerdings einen Menschen zum Zuhören: Das Team von DA-ZWISCHEN bietet auch seelsorgerliche Begleitung an – dies geschieht in Form von Chats von Mensch zu Mensch über den Messenger.
Freitagnachmittag, mein Smartphone vibriert. Es kommt eine weitere Nachricht von DA-ZWISCHEN – quasi als Abschluss der gemeinsamen Spurensuche nach Gott. Es ist ein kurzes Video mit Rückmeldungen aus der Community und ein Gebet: „G:tt, dankbar bin ich für ganz viele Menschen, die meinen Lebensweg begleiten und begleitet haben. Wenn ich an sie denke, sind sie mir nah, weil sie mir wichtig sind und weil ich durch sie viel für mich und mein Leben erfahren habe. Bei dir, G:tt, sind sie gut aufgehoben, weil du ein Lieb-Haber des Lebens bist. Lass mich ebenfalls zu einem Lieb-Haber werden für all die Menschen um mich herum. Amen.“
Vier Buchstaben zum Hängenbleiben
Das DA-ZWISCHEN-Team hat sich darauf verständigt, unterschiedliche Schreibweisen zu nutzen, wenn es über G*tt spricht. Die unterschiedlichen Schreibweisen sollen dabei helfen, starre Gottesbilder zu hinterfragen und G:tt größer zu denken. Mit den unterschiedlichen Schreibweisen soll auch an die Tradition der jüdischen Geschwister angeknüpft werden: Sie sprechen den Namen Gottes nicht aus und bedienen sich meist der Schreibweise G‘tt.
Werde Teil von DA-ZWISCHEN

